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Der Goldene Schnitt und Fotografie, Teil II:  Goldene Dreiecke
Brenden Joel Reid

Teil I

Nachdem Sie jetzt schon etwas mit dem Goldenen Schnitt und einer seiner vielen Permutationen >der goldenen Spirale< vertraut sind,  beschäftigen wir uns heute mit einer anderen Erscheinungsform des  Goldenen Schnitts in Ihren Fotos: dem zeitlosen goldenen Dreieck

Beginnen wir damit, dass wir uns damit  beschäftigen, wie man das Bild effektiv im Sucher aufteilt. Stellen Sie  sich vor, der Blick durch den Sucher würde ein goldenes Rechteck  ergeben. Wählen Sie Ihr Fotoobjekt, sehen Sie durch die Linse und  beginnen Sie die Dinge auf neue Art zu sehen.

Stellen Sie sich eine imaginäre diagonale Linie vor, die von einer Ecke in die andere läuft (ob diese Linie in  der rechten oder linken oberen Ecke beginnt, hängt von dem Foto ab, das  Sie machen möchten). Ihr Bild wird hierdurch in zwei gleich große  Dreiecke aufgeteilt.

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Das Verhältnis der längeren zu der kürzeren Seite eines jeden  Dreiecks ist ungefähr 1.618 >die Verhältniszahl< des Goldenen  Schnittes. Hiermit haben Sie die Garantie, dass Sie im Begriff sind, ein visuell ansprechendes Bild nach dem Schönheitsideal der alten Griechen  zu erstellen.

Ziehen Sie jetzt eine senkrechte Linie  von der Spitze des Dreiecks zu der diagonalen Linie. Das Rechteck ist  nun in mehrere Dreiecke in unterschiedlichen Größen unterteilt, dessen  Seiten proportional und Winkel übereinstimmend sind. Alle diese Dreiecke sind goldene Dreiecke und vermitteln Ihren Bildern ein Gefühl der  Symmetrie und Ordnung.

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Wenn Sie noch eine weitere senkrechte Linie ziehen, materialisieren  noch mehr dieser ästhetisch ansprechenden Dreiecke. Jeder Schnittpunkt  dieser Linien repräsentiert eine Stelle, wo der Fokus des Bildes  platziert werden kann. Setzen Sie nun die sekundären Elemente des Fotos  entlang der diagonalen Linien zwischen den Schnittpunkten, um dem Bild  mehr Tiefe zu verleihen.

Wenn Sie die Theorie der goldenen  Dreiecke verwenden, schaffen Sie einen Effekt, der von Fachleuten als  >dynamische Symmetrie< bezeichnet wird. Versuchen Sie Ihr  Hauptobjekt auf einem der Schnittpunkte (Sattelpunkte genannt) zu  platzieren und weitere visuelle Informationen in den bereits ausgearbeiteten Dreiecken zu halten. Als Ergebnis erhalten Sie einen  äußerst attraktiven Bildaufbau, den Sie auf andere Art wahrscheinlich  nicht erreicht hätten.

Diese Technik des >Goldenen  Dreiecks< ist auch dann effektiv, wenn Ihr Bild kein bestimmtes  Objekt enthält, wie beispielsweise in weiten Landschaften. In dem  unten stehenden Foto, hat unser Abonnent John Craver den Mendenhall  Gletscher in Juneau, Alaska mit der >Goldenen Dreiecks-Technik<  sehr gut dargestellt.

Der Gebrauch von imaginären diagonalen  und senkrechten Linien gibt diesem Foto eine unglaubliche Tiefe und  zieht den Betrachter direkt auf den Sattelpunkt, wo der elfenbeinfarbene Gletscher sanft in dem Bergtal ruht.

Die Umrisse der Berge folgen den Linien  der Dreiecke nahtlos, wobei das Bild eine starke dynamische Symmetrie  und einen ästhetischen Appeal erhält. Ein totaler Erfolg! Beachten Sie:  Je belebter oder komplizierter Ihr Foto ist, desto  mehr Dreiecke sollten  sich darin befinden.

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